Termine

Fürbitten des Lutherischen Weltbundes zu Corona
O Gott, unser Heiland, zeige Dein Erbarmen für die ganze Menschheitsfamilie, die gerade in Aufruhr ist und beladen mit Krankheit und Angst.
Komm uns zur Hilfe nun, da sich das Coronavirus auf der ganzen Erde ausbreitet. Heile die, die krank sind, unterstütze und beschütze ihre Familien, Angehörigen und Freunde vor Anste-ckung.
Schenk uns deinen Geist der Liebe und Besonnenheit, auf dass wir zusammenwirken, um die Ausbreitung des Virus und seine Wirkungen einzuschränken und zum Erliegen bringen zu können.
Mach uns wach, aufmerksam und vorausschauend im Blick auf die Bekämpfung von Krank-heiten überall: die Malaria, das Dengue-Fieber, die HIV-Krankheit und die vielen anderen Krankheiten, die bei Menschen Leid verursachen und für etliche tödlich enden.
Heile unsere Selbstbezogenheit und unsere Gleichgültigkeit, wo wir uns nur dann sorgen, wenn wir selbst vom Virus oder anderem Leid getroffen sind.
Eröffne uns Wege, aus unserer Zaghaftigkeit und Furcht hinaus, wenn unsere Nächsten für uns unsichtbar werden.
Stärke und ermutige die, die im Gesundheitswesen, in Praxen und Krankenhäusern, Pflege-einrichtungen und anderen Bereichen der Medizin arbeiten: Pflegende, Fürsorgende, Ärz-tinnen und Ärzte, Klinikseelsorgerinnen und -seelsorger, Mitarbeitende in Krankenhäusern – alle, die sich der Aufgabe widmen, für Kranke und ihre Familien zu sorgen.
Inspiriere die Forschenden, die an Impfstoffen, Medikamenten und der Herstellung medizini-scher Ausstattung arbeiten. Gib ihnen Erkenntnisse und Weitblick.
Erhalte die Menschen, deren Arbeit und Einkommen durch Schließungen, Quarantänen, ge-schlossene Grenzen und andere Einschränkungen bedroht sind.
Beschütze alle, die reisen müssen.
Leite die politisch Verantwortlichen, dass sie die Wahrheit sagen und danach handeln. Halte die Ausbreitung von Falschinformation und Gerüchten zurück.
Hilf, dass Gerechtigkeit waltet, sodass allen Menschen auf der Erde Heil und Heilung erfährt. Heile unsere Welt. Heile unsere Körper. Stärke unsere Herzen und Sinne. Und in der Mitte des Aufruhrs gib uns Hoffnung und Frieden.
In deinen gnädigen Armen halte alle, die gestorben sind und die in dieser Zeit sterben wer-den. Tröste ihre Hinterbliebenen, tröste die, die verzweifelt sind.
Gedenke deiner Familie, der ganzen Menschheit, und deiner ganzen Schöpfung, in deiner großen Liebe.
Amen.

 

Das geistliche Wort zum Wochenende …. auch wenn wir keinen Gottesdienst feiern: Andacht zum Palmsonntag Markus 14,3-9 – Die Extravaganz der Liebe!
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
Ostern wird in diesem Jahr anders. Das wissen wir nun spätestens seit dieser Woche, wenn nun das Kontaktverbot bis nach Ostern verlängert ist. Wir haben zu Ostern keine Gottesdienste, wenigstens nicht in den bisherigen Formen. Aber Ostern fällt nicht aus, sondern mit diesem Sonntag sind wir wieder auf dem Weg mit Jesus hin zum Kreuz. Wir sind mit ihm auf dem Weg vom „Hosianna dem Sohn David“ am Palmsonntag hin zu dem „Kreuzige ihn“ am Karfreitag. In diesen letzten Tagen begegneten Jesus immer wieder Menschen, die von ihm in ihrem Leben Veränderung erfahren haben. Darunter war eine Frau, die tat ihm etwas besonders Gutes: Jesus war in Betanien. Er war zu Gast bei Simon, dem Aussätzigen. Als er sich zum Essen niedergelassen hatte, kam eine Frau herein. Sie hatte ein Fläschchen mit Salböl dabei. Es war reines kostbares Nardenöl. Sie brach das Fläschchen auf und träufelte Jesus das Salböl auf den Kopf. Einige ärgerten sich darüber und sagten zueinander: »Wozu verschwendet sie das Salböl? Das Salböl war mehr als dreihundert Silberstücke wert. Man hätte es verkaufen können und das Geld den Armen geben.« Sie überschütteten die Frau mit Vorwürfen. Aber Jesus sagte: »Lasst sie doch! Warum macht ihr der Frau das Leben schwer? Sie hat etwas Gutes an mir getan. Es wird immer Arme bei euch geben, und ihr könnt ihnen helfen, sooft ihr wollt. Aber mich habt ihr nicht für immer bei euch. Die Frau hat getan, was sie konnte: Sie hat meinen Körper im Voraus für mein Begräbnis gesalbt. Amen, das sage ich euch: Überall in der Welt, wo die Gute Nachricht weitergesagt wird, wird auch erzählt werden, was sie getan hat. So wird man sich immer an sie erinnern.« – Markus 14,3–9 (BasisBibel)
Kennen wir nicht auch immer wieder solche Vorwürfe: „Muss das sein? Kann man das nicht für etwas besseres einsetzen?“ Wer hat nicht schon solche Vorwürfe gehört. Die Frau war eine Außenseiterin in der Gesellschaft. Sie hat durch Jesus Veränderung in ihrem Leben er-fahren. Darum opferte sie ihm aus Dankbarkeit alles, was sie hatte. Die Menschen regen sich darüber auf. Sie betrachten das als eine Dummheit. Doch Jesus sieht es anders. Er sieht das Herz der Frau. Er sieht die Extravaganz der Liebe. Er sieht ihre Hingabe. So ist die Lie-be, besonders die Liebe Gottes zu uns. Liebe scheint verschwenderisch zu sein, auch zu de-nen, die nicht lieben. Gerade in diesem Tagen der Corona-Pandemie erleben wir es, was Liebe möglich macht. Wie Menschen erfinderisch sind und welchen Ideenreichtum es gibt, dass man zwar Abstand hält, aber doch den Kontakt zueinander nicht verliert. Vielleicht hat man jetzt auf einmal trotz Distanz wieder mehr Kontakt zueinander. Gott war in seiner Liebe besonders verschwenderisch. Ihn hat es das Leben seines Sohnes gekostet. Jesus starb am Kreuz aus Liebe zu uns. Das wollen wir in dieser Woche besonders bedenken. Amen.
Es grüßt Sie herzlich Ihr Pfarrer Jörg Bachmann.

1. Ein Lämmlein geht und trägt die Schuld der Welt und ihrer Kinder; es geht und büßet in Geduld die Sünden aller Sünder; es geht dahin, wird matt und krank, ergibt sich auf die Würgebank, entsaget allen Freuden, es nimmet an Schmach, Hohn und Spott,
Angst, Wunden, Striemen, Kreuz und Tod und spricht: »Ich will’s gern leiden.«
2. Das Lämmlein ist der große Freund und Heiland meiner Seelen; denn, den hat Gott zum Sündenfeind und Sühner wollen wählen: »Geh hin, mein Kind, und nimm dich an der Kinder, die ich ausgetan zur Straf und Zornesruten; die Straf ist schwer, der Zorn ist groß, du kannst und sollst sie machen los durch Sterben und durch Bluten.«
3. »Ja, Vater, ja von Herzensgrund, leg auf, ich will dir’s tragen; mein Wollen hängt an dei-nem Mund, mein Wirken ist dein Sagen.« O Wunderlieb, o Liebesmacht, du kannst – was nie kein Mensch gedacht – Gott seinen Sohn abzwingen. O Liebe, Liebe, du bist stark, du stre-ckest den in Grab und Sarg, vor dem die Felsen springen.

 

 

Fürbitte
Beten wir für alle Menschen, die am Corona-Virus erkrankt sind,
für alle, die Angst haben vor einer Infektion,
für alle, die sich nicht frei bewegen können,
für die Ärztinnen und Pfleger, die sich um die Kranken kümmern,
für die Forschenden, die nach Schutz und Heilmittel suchen,
dass Gott unserer Welt in dieser Krise seinen Segen erhalte.
Allmächtiger Gott, du bist uns Zuflucht und Stärke,
viele Generationen vor uns haben dich als mächtig erfahren,
als Helfer in allen Nöten.
Steh allen bei, die von dieser Krise betroffen sind,
und stärke in uns den Glauben,
dass du dich um jede und jeden
von uns sorgst.

Herr, unser Gott, du sorgst dich um deine Welt,
wenn die Menschen den Weg des Friedens verlassen.
Mit deinem Sohn Jesus Christus hast du deinen Friedensboten in die Welt gesandt.
Hilf uns, ihm nachzufolgen und selbst Frieden zu stiften unter den Menschen.

Herr, unser Gott, du sorgst dich um deine Kirche.
Deine Botschaft hast du ihr gegeben – hilf den Amtsträgern und allen,
die an dich glauben, dass sie weitertragen, was du ihnen aufgetragen hast –
in Wort und Tat.

Herr, unser Gott, du sorgst für uns, wenn unsere Kräfte nachlassen
und unser Mut uns verlässt.
Hilf uns, dass wir uns zu dir bekennen, dass wir bei der Wahrheit bleiben
und aus deiner Liebe leben.

Herr unser Gott, du überraschst uns mit deiner Gegenwart. Lass uns erkennen, wo du uns begeg-nest und stärke unser Vertrauen in deine Nähe, auch dann, wenn wir dich nicht sehen.

Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
Amen.      26.03.2020

 

Alles hat zu, aber der Himmel hat immer noch auf.
Gebete können noch abgegeben werden. Unbegrenzt. Die Kirchentür ist zu, aber Gott ist auf. Er hört und er hört mir zu. Das ist das Wunder, und Gott weiß um deine Angst und Not.
Ein Wort kann in Zeiten wie diesen eine Brücke sein, unter der Tür durchgeschoben, ins Netz gestellt, online, per WhatsApp oder Mail. Ein kleines, liebesrotes Wort. So bleibt keiner allein.
So wird keiner stumm, so kommt die Sehnsucht in die Welt. So bleiben wir zusammen und hängen am Wort.
Der Himmel hat noch auf und die Blumen blühen noch und der Frühling geht mit aller Gewalt quer übers Land.
Keiner will jetzt abends noch Krimis sehen, denn alles ist schon schlimm genug. Es reicht mir zu wissen, was im Krankenhaus geschieht. Dort wird auf manchem Zimmer jetzt einsam geweint, es gibt Senioren, die versterben ohne Händedruck, weil kein Verwandter mehr zu ihnen darf. Das ist Krimi genug.
Der Himmel hat noch auf und die Bibel auch.
Eine Kerze nehmen, eine Hausandacht, eine Kerze entzünden, ein kleines Gebet am Küchentisch: Gott, hörst Du mich, hörst du uns noch? Und Jesaja sagt: Gott ist da für dich, will euch trösten, wie nur eine Mutter trösten kann. Sanft, liebevoll, warm.
Kirche ist in diesen Zeiten anders: Wir versammeln uns nicht und haben einander doch gut im Blick. Wir achten darauf, was es jetzt braucht. Wir kaufen für alte Menschen ein. Wir singen füreinander am Telefon. So einfach kann Kirche sein. Wir senden ein Bild, an den, der uns fehlt. Wir stellen ihm einen Engel an die Seite und beten zu Gott, für die, die jetzt ganz alleine sind.
So einfach kann Kirche sein. Wir werden in biblische Zeiten gestellt, aber keiner bleibt damit allein.
Wir singen abends ein Lied: Der Mond ist aufgegangen, auch in dieser Nacht. Wir stolzen Menschenkinder sitzen allein, allein, getrennt und doch vereint. Abends am Fenster, um Acht.
Freuet euch mit Jerusalem und seid fröhlich über die Stadt, alle, die ihr sie lieb habt! Ein Wort, in unsren Sonntag gestellt.
Freuet euch über die Stadt. Die Stadt – das ist Gottes ganze Welt, alles was in ihr lebt und webt.
Diese Stadt lieben, heißt jetzt, die Städte zu meiden, nicht mehr rauszugehen. Den Frühling von Ferne nur anzusehen und wenn, dann möglichst allein. Es aushalten, dass man die Kinder grad nicht besuchen kann, weil sie in Quarantäne sind.
Die Stadt lieben heißt jetzt, nicht auf seinem Recht zu bestehen.
Die Eltern nicht mehr zu küssen und zu umarmen. Sich das aufzusparen, ihnen Bilder zu senden, weil umarmen nicht geht, einen Podcast senden, ein Telefonat, eine Umarmung mit einem lieben Wort.
Die Welt zu lieben, heißt jetzt, zu Hause zu sein, nur so retten wir mit Gottes wunderbare Welt und das Leben, das er uns gab.
Andacht aus Kirchenkreis Altenburger Land         27.03.2020

 

Andacht – Frühling wo bist du?
Ich habe Sehnsucht, Sehnsucht nach Sonne, Sehnsucht nach blauem Himmel, Sehnsucht nach Blumen, Sehnsucht nach Aufbruch und Sehnsucht nach guten Nachrichten. „Frühling, wo bist du?“, rufe ich in die Welt hinaus. „Wir brauchen dich, gerade jetzt!“ Du erweckst die Lebensgeister. Du schenkst Hoffnung. Du machst alles neu. Doch so laut ich auch rufe, ich bekomme keine Antwort, nur Stille. Noch lässt der Frühling auf sich warten. Und selbst wenn es bald draußen wärmer wird, die Sonne einen blendet und man die Winterjacke im Keller verstauen kann, wird das Leben ruhiger sein als sonst, kein Frühlingserwachen, sondern eher ein verlängerter Winterschlaf. Vielleicht müssen wir dieses Jahr lange auf den Frühling warten? Vielleicht kommt er erst im nächsten Jahr? Ich weiß es nicht. Das Leben scheint still zu stehen, in diesen Tagen. Wir befinden uns in einer Pause. Eine Pause, um eine Herausforderung zu bewältigen, von der vor ein paar Monaten noch niemand etwas ahnen konnte. Und wir werden sie bewältigen. Da bin ich mir sicher, als Gesellschaft und als Gemeinschaft. Doch um das zu schaffen, brauchen wir den Frühling, nicht unbedingt den meteorologischen Frühling, sondern den Frühling als Gefühl, den Frühling als Hoffnungsbild. Den Frühling als Symbol dafür, dass nach jedem Winter, egal wie lange er auch andauert, das Leben wiedererwacht, die Blumen sprießen, die Vögel singen, die Freude sich einstellt, die Energie zunimmt und das Licht erstrahlt. Noch ist vom Frühling nichts zu spüren. Doch ich bin ganz sicher, dass er kommt und dass wir irgendwann wieder in die Worte des weisen König Salomo einstimmen können: „Denn siehe, der Winter ist vergangen, der Regen ist weg und dahin; die Blumen sind hervorgekommen im Lande, der Lenz ist herbeigekommen, und die Turteltaube lässt sich hören in unserm Lande (Hohelied 2,11-12).“ Und wenn meine Wetter-App recht hat, dann ist die Chance nicht schlecht, dass Sie beim Lesen dieser Zeilen von ein paar Sonnenstrahlen gekitzelt werden.
Pfarrer Daniel Rudolphi, Pfarrsprengel Bernau     31.03.2020

 

Fürbitte – Nähe, Trost und Hoffnung
Wo die einen neu geboren ins Leben gerufen werden, rufst du andere von uns bereits ins ewige Leben zu dir. Wir bitten dich, segne Ausgang und Eingang gleichermaßen!
Sei denen nahe, die in Quarantäne einsam und isoliert sind, schenke Trost und Hoffnung denen, die verzweifelt sind und ermögliche den an Corona erkrankten rasche Genesung!
Mache deinen Geist stark bei Verantwortlichen in Politik und Kirche für ein besonnenes Vorgehen und kluges Handeln. Und deine Kraft mache groß in allen Helfenden in Krankenhäusern, in Notdiensten, Kirchen und der Seelsorge.
Wir vertrauen auf dich und deine nie endende Liebe und bitten:
Gott, erbarme dich!     31.03.2020

 

 

Vorankündigung
Wir werden auch in diesem Jahr eine musikalische Kinderfreizeit in den Herbstferien durch-führen. Dabei wird Kantor Ralf Stiller aus Greiz mit seinem Team wieder ein Kindermusical mit den Kindern einstudieren.
Die musikalische Kinderfreizeit wird vom 19.-23.10.2020 stattfinden. Die Aufführung des Kindermusicals wird am 23.10.2020 in der Fraureuther Kirche erfolgen.
Nähere Informationen geben wir zum entsprechenden Zeitpunkt bekannt.