Botschaft des EKD-Ratsvorsitzenden – 08.02.2021

8. Februar 2021: Botschaft des EKD-Ratsvorsitzenden
„Die den Herrn liebhaben, sollen sein, wie die Sonne aufgeht in ihrer Pracht!“ Der heutige Losungsvers aus Richter 5 ist ein starker Satz. Er kommt aus dem Munde einer starken Frau. Die Richterin Debora ist ein den markantesten Frauengestalten der Bibel. Der Text heißt deswegen auch: dass Deboralied. Vor über 3.000 Jahren kamen die Israeliten zu ihrem Sitz unter der Debora-Palme, um sich von ihr Recht sprechen zu lassen. Heute würde man Debora vermutlich eine Regierungschefin nennen, für die patriarchal geprägte Zeit damals absolut außergewöhnlich. Und auch das, was sie zu sagen hat, ist stark: Debora lobt Gott dafür, dass er seinem Volk geholfen hat, die Feinde zurückzudrängen. Und das Land hatte Ruhe. 40 Jahre, so heißt es direkt danach. Um militärische Auseinandersetzung geht es glücklicherweise nicht, wenn wir heute die Worte der Debora hören Aber ein kleines Virus kann genauso viel Schrecken anrichten wie ein militärischer Feind. Wir erfahren das gerade schmerzlich. Für mich sind die alten Worte der Richterin Debora heute deswegen eine große Ermutigung. Denn sie drücken ein großes Vertrauen aus. Uns steht nicht Dunkelheit, Leid und Verderben bevor, sondern Licht, Sonne, Leben. Viele Frauen und Männer helfen jetzt zusammen in Wissenschaft, Politik, Medizin, Pflege, in den Schulen und Kitas, in der Arbeitswelt, überall im Alltag. Alle können wir jetzt mithelfen, dass der Kampf gegen das Virus erfolgreich ist und wir danach Ruhe haben und Deboras Worte selbst erfahren: „Die den Herrn liebhaben, sollen, sein, wie die Sonne aufgeht in ihrer Pracht!“ Geht gesegnet und behütet in diesen Tag.
Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm, Vorsitzender des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD)

Der EKD-Ratsvorsitzende ermuntert und bestärkt mit seinen Videobotschaften auf www.facebook.com/landesbischof/ und www.youtube.com/user/bayernevangelisch/videos die Menschen: „Jesus hat geheilt und deswegen sind die Menschen, die jetzt heilen, die Menschen, die jetzt Nähe ausstrahlen, Liebe ausstrahlen, auf andere achten, so etwas wie die Hände Gottes für mich in diesen Tagen.“