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	<title>Kirchenspiegel &#187; Nachfolge</title>
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	<description>evangelisch in Fraureuth und Gottesgrün - Impressionen</description>
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		<title>Jesus und der blaue Vogel</title>
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		<pubDate>Sun, 23 May 2010 13:18:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bachweb</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gottesdienst]]></category>
		<category><![CDATA[Annehmen]]></category>
		<category><![CDATA[Glaube]]></category>
		<category><![CDATA[Jesus]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Nachfolge]]></category>
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		<category><![CDATA[Veränderung]]></category>

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		<description><![CDATA[Predigt zum Konfirmandenabendmahl Pfingstsonnabend 19:30 Uhr Kirche Fraureuth Matthäus 9:9-13 Liebe Konfirmanden, liebe Eltern, liebe Gemeinde, ich habe euch heute einmal das Bild eines Blauen Vogels mit gebracht. Der blaue Vogel ist Symbol für eine ganz moderne Entwicklung der Kommunikation von Menschen in unserer Welt.Seit...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Predigt zum Konfirmandenabendmahl Pfingstsonnabend 19:30 Uhr Kirche Fraureuth<br />
 Matthäus 9:9-13</p>
<p>Liebe Konfirmanden, liebe Eltern, liebe Gemeinde,<br />
 ich habe euch heute einmal das Bild eines Blauen Vogels mit gebracht. Der blaue Vogel ist Symbol für eine ganz moderne Entwicklung der <a href="http://www.kirchengemeinde-fraureuth.de/weblog/tag/%post_tag%">Kommunikation</a> von Menschen in unserer Welt.Seit etwa 5 Jahren hat sich in der Welt des Internets eine und des Handys eine <a href="http://www.kirchengemeinde-fraureuth.de/weblog/tag/%post_tag%">Kommunikation</a>sform entwickelt, die man Soziale Medien nennt. Dabei spielen auch sogenannte Netzwerke eine große Rolle. Schüler sind da oft Mitglied bei SchüerVZ , Stundenden bei StudiVZ, Unternehmer bei XING, andere bei MyVideo und noch vieles mehr. Auch für Pfarrer und Theologen gibt es so etwas. Doch das am weitesten verbreitete Netzwerk, wo fast alle Generationen vorkommen ist Facebook. Ich weiß, dass da aus Fraureuth Leute zwischen 12 und 70 zu finden sind und nicht wenige.<span id="more-760"></span></p>
<p>Aber mir geht es heute um ein besonderes Netzwerk, wo vielleicht nicht so viel Jugendliche dabei sind. Die meisten, die man da findet, sind etwa 25 bis 60. Mir geht es heute um Twitter. Deswegen habe ich den blauen Vogel mitgebracht. Wenn man bei Twitter ein Konto eröffnet und sich angemeldet hat, da wird die Frage gestellt: Was gibt es neues?</p>
<p>Und nun kann man das mit bis zu 140 Zeichen erzählen. Doch wer will es hören besser lesen, eigentlich niemand. Denn sie fehlen noch – die Followers – die <a href="http://www.kirchengemeinde-fraureuth.de/weblog/tag/%post_tag%">Nachfolge</a>r. Wie bekommt man die?</p>
<p>Der erste Schritt man geht auf andere hin und wird selber bei denen ein Follower – Dann heißt es langsam auf der Seite wo Following steht 1 -2 -3 usw.<br />
 Nun ich will jetzt keine Vorlesung über Twitter halten.</p>
<p>Als zweites kann man andere einladen, dass sie einem nachfolgen.</p>
<p>Warum erzähle ich euch das heute am Vorabend der Konfirmation? Da könnte man doch über viel geistlichere Dinge als Twitter sprechen.<br />
 Nun ich muss euch sagen, so ungeistlich ist hier Twitter gar nicht. Hier passiert etwas, was vor fast 200 Jahren bei <a href="http://www.kirchengemeinde-fraureuth.de/weblog/tag/%post_tag%">Jesus</a> auch schon passiert ist. Und  Tobias wird uns einmal die Geschichte vorlesen:</p>
<p>Matthäus 9:9-13</p>
<p>Jesu Gemeinschaft mit Zolleinnehmern und Sündern</p>
<p>9 Als <a href="http://www.kirchengemeinde-fraureuth.de/weblog/tag/%post_tag%">Jesus</a> weiterging und am Zollhaus vorbeikam, sah er dort einen Mann sitzen; er hieß Matthäus. <a href="http://www.kirchengemeinde-fraureuth.de/weblog/tag/%post_tag%">Jesus</a> sagte zu ihm: »Folge mir nach!« Da stand Matthäus auf und folgte Jesus.</p>
<p>10 Später war Jesus im Haus ´des Matthäus` zu Gast. Viele Zolleinnehmer und andere Leute, die als Sünder galten, waren gekommen und nahmen zusammen mit ihm und seinen Jüngern an dem Essen teil.</p>
<p>11 Als die Pharisäer das sahen, sagten sie zu den Jüngern: »Wie kann euer Meister nur zusammen mit Zolleinnehmern und Sündern essen?«</p>
<p>12 Jesus hörte das und erwiderte: »Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken.</p>
<p>13 Geht und denkt einmal darüber nach, was jenes Wort bedeutet: ›Barmherzigkeit will ich und nicht Opfer!‹ Dann versteht ihr, dass ich nicht gekommen bin, um Gerechte zu rufen, sondern Sünder.«</p>
<p>Das war Twitter etwa im Jahre 25. Jesus sagte zu Matthäus: »Folge mir nach!« Da stand Matthäus auf und folgte Jesus.</p>
<p>Stellt euch mal vor, wie hier Jesus mit Menschen umgeht. Ganz anders als man es von einem Frommen erwartet. Da beginnt er neue Freundschaften aufzubauen. Freundschaften mit Menschen, die man normalerweise meidet. Auch wir kennen alle solche Menschen: Mit dem will ich nichts zu tun haben, bleib mir von der Pelle.</p>
<p>Also der Matthäus, das war so einer mit dem wollte ein frommer Rabbiner nichts zu tun haben. Von den meisten Juden wurde der Zöllner verachtet. Schon einfach der Berufsstand assoziiert, dass der ein Betrüger und Kollaborateur sein muss. Komisch auch heute gibt es solche Berufe, aber auf der anderen Seite brauchen wir sie.</p>
<p>Ihr wisst alle um das hässliche Tucholsky-Zitat: „Soldaten sind Mörder“ und doch brauchen wir sie in unserer Gesellschaft – die Soldaten – und wir wissen auch wie viele Christen ein gespaltenes Verhältnis zur Bundeswehr haben. Natürlich ist das nicht einfach – wenn dann wie ich es erlebe wie ein Großneffe in der Einheit in Afghanistan ist, wo am Karfreitag 3 Soldaten ums Leben kommen.</p>
<p>Und immer wieder haben wir Situationen im Leben, wo uns Menschen begegnen, die Außenseiter sind – oder sind wir der Außenseiter – das werdet ihr als Konfirmanden in eurem Leben noch oft erleben – und eure Eltern, eure Paten und Großeltern haben das auch oft erlebt. Wie geht man nun miteinander um?</p>
<p>Hält man sich an die Masse und tut, was man tut, was die Masse tut. Wenn die Masse einen links liegen lässt, lasse ich ihn auch liegen, oder tue ich es anders.</p>
<p>Bei Twitter muss ich mich entscheiden, ob ich jemanden nachfolge. Ja ich kann sogar jemanden ablehnen, dass er mir nachfolgt. Es gibt auch schon Programme, die automatisch mich dem anderen nachfolgen lassen, wenn er mir nachfolgt, aber das ist nicht gut.</p>
<p>Manchmal folgen dann auch gewisse Damen nach, in der Hoffnung, dass man ihnen nachfolgt. Da ist es gut, dass man blocken kann.</p>
<p>Nun kommt Jesus die Straße herunter und trifft den verachtetet Zöllner Matthäus „Der ist doch das letzte“. Normalerweise macht man um solche Menschen einen großen Bogen.</p>
<p>Doch Jesus geht direkt auf ihn zu und sagt kurz und knapp: Folge mir nach!. Nicht mehr und nicht weniger.</p>
<p>wir hören hier nichts von Buße, von umkehr, von Vergebung, von Schuld, von Gnade, von Reue – von all diesen uns so geläufigen christlichen Bekehrungsbegriffen – nichts.</p>
<p>Nur: &#8211; Folge mir nach! Und was macht Matthäus? Er tut’s Er folgt Jesus nach, ohne wenn und aber, ohne Fragen. Eigentlich verwunderlich. Würden wir nicht erst noch so viele Fragen haben?</p>
<p>Vielleicht sind die Fragen, die wir haben gar nicht so von entscheidender Bedeutung, sondern bei Matthäus wird deutlich, was bei einem Menschen wirkliche Bedeutung hat, damit er auf einen anderen Menschen hört und bereit ist sein Leben zu ändern.</p>
<p>Jesus hatte mit seinen drei Worten: 2 Folge mir nach!“ dem Matthäus deutlich gemacht: „Ich habe wirklich existenzielles Interesse an dir.“</p>
<p>Manchmal erlebt man es, das Menschen unheimlich viel Worte machen – aber am Ende kommt nicht raus, weil sie einen mit den vielen Worten doch nur loswerden wollenen.</p>
<p>Dieser Matthäus – so unspektakulär nüchtern die Begegnung mit Jesus war – wurde zu einem der zwölf Jünger Jesu und zum Autor des Matthäusevangeliums.</p>
<p>Aber so unspektakulär nüchtern die Begegnung mit Jesus war, so radikal war sie auch.</p>
<p>Wie geht es weiter. Er lässt alles stehen und liegen und folgt Jesus nach. Seine Kehrtwende ist radikal. Sie kostet ihm alles. Sie kostet ihm seinen Job, seine bisherige Existenz, seine berufliche und familiäre Sicherheit. Und doch spürt er es – ich muss es tun. Und er tut es. Er folgt Jesus nach.</p>
<p>Und was tut er noch – er lädt seine Kumpels zu einer Party ein. Isst und trinkt mit ihnen, hat mit ihnen Tischgemeinschaft. Aber nicht nur das. Sondern er lädt auch Jesus und seine Jünger mit ein.</p>
<p>Aber das darf doch nicht wahr sein, dass der Jesus nun zu dem Matthäus geht, das war ja noch mit ach und krach zu verkraften, aber dass er jetzt noch sich mit den Typen an den Tisch setzt und auch noch seine Jünger dazu, das ist doch irgendwie zu viel.</p>
<p>Die Pharisäer haben es natürlich so gemacht, wie man es immer macht, wenn man feige ist. Sie haben nicht Jesus direkt gefragt, sondern indirekt seine Jünger: »Wie</p>
<p>kann euer Meister nur zusammen mit Zolleinnehmern und Sündern essen?«</p>
<p>Nun Jesus lässt es sich nicht nehmen und antwortet direkt:</p>
<p>»Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken. Geht und denkt einmal darüber nach, was jenes Wort bedeutet: ›Barmherzigkeit will ich und nicht Opfer!‹ Dann versteht ihr, dass ich nicht gekommen bin, um Gerechte zu rufen, sondern Sünder.</p>
<p>Und genau das ist Gemeinde, das ist christliche Gemeinde, das sind wir, das sind wir heute Abend, aber auch morgen im Konfirmationsgottesdienst. Bei der Vorbereitung des Konfirmandenabendmahles ist mir dazu ein Satz von Morton Kelsey hängen geblieben: „Die Kirche ist kein Museum für Heilige, sondern ein Krankenhaus für Sünder.“</p>
<p>Genau das meint Jesus. Dass die Wirklichkeit oft anders ist, dass Kirche oft mehr Museum ist, oder gar Krankheit verstärkt erfahren wir leider auch – aber das ist nicht im Sinne des Gründers. – Die Konfirmanden möchte ich nur an den Kurzfilm von der Konfifreizeit erinnern.</p>
<p>Darum gilt es auch uns gerade wenn wir uns am Tisch des Herrn versammeln auch die Zusage Jesu: „ Ich bin gekommen zu rufen die Sünder an den Tisch der Barmherzigkeit.“</p>
<p>Folge mir nach! – dieses Wort Jesu gilt jeden Menschen und jeden der kommen will, den dürfen wir nicht ausschließen, sondern einladen.</p>
<p>So wie man sich bei Twitter bemüht viele Followers zu haben, sollten wir uns auch bemühen, dass Jesus sie durch uns hat und das wir auch selber das tun. Und das wir es gemeinsam tun, darum auch Tischgemeinschaft darum auch Abendmahl. Amen</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Predigt &#8211; Sonntag Misericordias Domini 2010 &#8211; 1.Petrus 2, 21b-25: Jesus nachfolgen – lohnt sich das?</title>
		<link>http://www.kirchengemeinde-fraureuth.de/weblog/2010/04/predigt-sonntag-misericordias-domini-2010-1-petrus-2-21b-25-jesus-nachfolgen-%e2%80%93-lohnt-sich-das/</link>
		<comments>http://www.kirchengemeinde-fraureuth.de/weblog/2010/04/predigt-sonntag-misericordias-domini-2010-1-petrus-2-21b-25-jesus-nachfolgen-%e2%80%93-lohnt-sich-das/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 15 Apr 2010 20:36:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bachweb</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gottesdienst]]></category>
		<category><![CDATA[Christi]]></category>
		<category><![CDATA[Friede]]></category>
		<category><![CDATA[Glaube]]></category>
		<category><![CDATA[Heiligung]]></category>
		<category><![CDATA[Kempten]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Nachfolge]]></category>
		<category><![CDATA[Vergebung]]></category>

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		<description><![CDATA[Liebe Gemeinde, eines der ältesten Bücher zum Thema Nachfolge außer der Bibel selbst, welches auch noch heute gelesen wird, ist das Buch Nachfolge Christi von Thomas von Kemten. Er hat es zwischen 1424 und 1427 in lateinischer Sprache herausgegeben und 1438 in deutsche Sprache. Meine...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.kirchengemeinde-fraureuth.de/weblog/tag/%post_tag%">Liebe</a> Gemeinde,</p>
<p>eines der ältesten Bücher zum Thema Nachfolge außer der Bibel selbst, welches auch noch heute gelesen wird, ist das Buch Nachfolge <a href="http://www.kirchengemeinde-fraureuth.de/weblog/tag/%post_tag%">Christi</a> von Thomas von Kemten.</p>
<p>Er hat es zwischen 1424 und 1427 in lateinischer Sprache herausgegeben und 1438 in deutsche Sprache.</p>
<p>Meine Ausgabe stammt aus dem Jahr 1975. Das hatte ich mir als Jugendlicher gekauft und ich gebe es zu, habe aber nicht viel in dem Buch gelesen. Als Jugendlicher hatte ich da sicher anderer Interessen, und dann ist es in meinem Bücherregal verschwunden. Es ist immer mal wieder aufgetaucht, aber doch nur sporadisch gelesen worden.<span id="more-754"></span></p>
<p>Dabei ist das Buch in seiner Sprache vielleicht veraltet, aber in seinem Inhalt noch ganz aktuell, wen es über die Nachfolge <a href="http://www.kirchengemeinde-fraureuth.de/weblog/tag/%post_tag%">Christi</a> schreibt.</p>
<p>Und dieses Buch macht von Anfang an deutlich, dass echte <a href="http://www.kirchengemeinde-fraureuth.de/weblog/tag/%post_tag%">Nachfolge</a> eine große Herausforderung ist. Schon die Überschrift des ersten Kapitel im ersten Buch macht es uns deutlich, wenn Thomas von Kempen schreibt:</p>
<p>„Folge Christus nach und lerne verschmähen, was vergänglich ist“</p>
<p><a href="http://www.kirchengemeinde-fraureuth.de/weblog/tag/%post_tag%">Nachfolge</a> ist eben nicht nur ein bisschen an Jesus denken und ihn als guten Freund oder Kumpel zu haben. Nein dafür ist sein Sterben am Kreuz und seine Auferstehung viel zu wertvoll.</p>
<p>Das macht uns auch der Apostel Petrus deutlich, der in seinem 1. Brief Kapitel 2, 21b-25 folgendes schreibt:</p>
<p>Ihr <a href="http://www.kirchengemeinde-fraureuth.de/weblog/tag/%post_tag%">Liebe</a>n,</p>
<p>habt ihr schon einmal probiert in die Fußstapfen des anderen zu treten und ihm nachzugehen.</p>
<p>Als Kind hat man das sicher schon einmal probiert in den Fußstapfen der Erwachsenen zu treten. Doch das war ein schwieriges Unterfangen, denn die Erwachsenen hatten einen großen Schritt und da musste man sich ja richtig anstrengen, das zu schaffen.</p>
<p>Oder bei einer Bergwanderung muss man wenn es über besonders enge Pässe geht, genau auf die Stellen treten, wo der Bergführer hintritt. Er kennt sich hier aus und weiß, wo die richtigen Trittstellen sind. Und wenn man da nicht genau aufpasst, da kann man ganz schnell abstürzen.</p>
<p>Wenn Petrus hier von den Fußstapfen Christi schreibt, denen wir nachfolgen sollen, dann ist das für uns eine ungeheure Herausforderung und verlangt von uns die ganze Konzentration im <a href="http://www.kirchengemeinde-fraureuth.de/weblog/tag/%post_tag%">Leben</a> als Christen. Jesus Christus kann man nicht nebenbei nachfolgen und gleichzeitig noch soviel anderes tun.</p>
<p>Unsere moderne Gesellschaft macht uns zu sogenannten Multitasking-Menschen. Das heißt man wird herausgefordert mehreres gleichzeitig zu tun.</p>
<p>Es ist doch heute fast normal, dass da vieles gleichzeitig tut. Da macht man am Schreibtisch eine Arbeit, gleichzeitig wird telefoniert, dann werden mal schnell zwischendurch die Emails gelesen, man schreibt eine kurze Meldung in Twitter oder Facebook, vielleicht isst man noch eine Schnitte und trinkt eine Tasse Kaffee, führt noch ein Gespräch mit einem anderen, ja und dann läuft da noch das Radio oder sogar der Fernsehen oder man schaut sich nur schnell eine Webseite oder ein Video im Internet an.</p>
<p>Da wird uns schon klar, dass man da nirgendwo 100% bei der Sache ist. Ihr könnt mir glauben, ich weiß wovon ich rede.</p>
<p>Und bei manchen Menschen ist das mit der Nachfolge <a href="http://www.kirchengemeinde-fraureuth.de/weblog/tag/%post_tag%">Christi</a> so. Sie ist da eines unter vielen. Und das geht auch 100% schief.</p>
<p>Nein, die <a href="http://www.kirchengemeinde-fraureuth.de/weblog/tag/%post_tag%">Nachfolge</a> Christi ist eine totale Herausforderung. Wir werden aufgefordert so zu leben, wie Jesus gelebt hat.</p>
<p>Es sind vier Punkte, die Petrus hier aufzählt.</p>
<p>1.Jesus lebte ohne Sünde – darum sei auch Du ohne Sünde – lebe rein.</p>
<p>2.Jesus hat nie gelogen oder andere betrogen– darum sei auch Du immer und überall ehrlich und echt</p>
<p>3.Jesus ließ sich verschmähen und beschimpfen, ohne dass er es auch wieder tat – darum sei immer und überall freundlich und zuvorkommend.</p>
<p>4.Jesus war nie auf Vergeltung und Rache aus, sondern er hat sogar denen vergeben, die ihn ans Kreuz gebracht haben. Darum lebe auch du in der <a href="http://www.kirchengemeinde-fraureuth.de/weblog/tag/%post_tag%">Vergebung</a>. Vergebe immer und überall.</p>
<p>Das ist unmöglich, wird jetzt mancher sagen, oder wenn er es nicht ausspricht, dann wenigsten innerlich denken. Genau an diesen vier Punkten wird deutlich, unter welcher Herausforderung wir als Christen stehen, wenn wir den Fußstapfen Christi nachgehen.</p>
<p>Ich möchte mit euch über die vier Punkte im Einzelnen nachdenken:</p>
<p>1. Jesus lebte ohne Sünde – darum sei auch Du ohne Sünde – lebe rein.</p>
<p>Jesus lebte ohne Sünde, das ist eine der Kernaussagen der Bibel. Und doch ist das für viele Menschen nicht vorstellbar. Für Nikos Kazantzakis war das 1951 Veranlassung für einen Roman, wo er das <a href="http://www.kirchengemeinde-fraureuth.de/weblog/tag/%post_tag%">Leben</a> Jesus aus seiner Sicht beschrieb. Der Roman hatte den Titel „Die letzte Versuchung“. Den meisten ist da eher, der Film aus dem Jahre 1988 bekannt. Er beschreibt da Jesus als einen als Zweifelnder und mit seinem Schicksal Hadernder gezeichnet, der sich verschiedenen Versuchungen ausgesetzt sieht. Bis hin dass er fast der Versuchung nachgibt nicht als Messias zu sterben. Das Roman und Film kontroverse Diskussionen ausgelöst haben, könnt ihr euch sicher vorstellen. Bis hin dass der Roman auf dem Index der verbotenen Bücher stand.</p>
<p>Aber genau das ist es auch, was viele unserer Mitmenschen denken. Doch die Bibel sagt etwas anderes. Im Hebräerbrief Kapitel 4, 15 lesen wir:</p>
<p>„Denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der nicht könnte mit leiden mit unserer Schwachheit, sondern der versucht worden ist in allem wie wir, doch ohne Sünde.“</p>
<p>Ja auch Jesus wurde versucht, doch er hat den Versuchungen widerstanden.</p>
<p>Nun in der Nachfolge werden wir jetzt herausgefordert, ohne Sünde zu leben und den Versuchungen zu widerstehen.</p>
<p>Das ist unmöglich werden wir sagen. Ja aus menschlicher Sicht ist es wirklich unmöglich.</p>
<p>Wie schwer fällt es uns schon der Versuchung nach einem leckeren Stück Torte oder auch mehrerer zu widerstehen, die den Zeiger der Körperwaage wieder nach oben schnellen lassen.</p>
<p>Dabei ist das <a href="http://www.kirchengemeinde-fraureuth.de/weblog/tag/%post_tag%">Leben</a> ohne Sünde mit unserem Denken, Sprechen und Handeln der Index für unsere Nachfolge.</p>
<p>Thomas von Kempten schreibt dazu: <a href="http://www.kirchengemeinde-fraureuth.de/weblog/tag/%post_tag%">Liebe</a>r Bruder! Nichts, nichts soll dir die Zuversicht aus dem Herzen nehmen können, dass auch du noch im geistlichen Leben weiterkommst. … Steh auf und fang augenblicklich an und sprich: „Jetzt ist es Zeit zum Handeln, Zeit zum Streiten, jetzt hat die Stunde geschlagen zu meiner Besserung!</p>
<p>Aber er macht auch deutlich, dass wir die Sünde nie aus eigener Kraft besiegen werden. Wir können sie nur dadurch besiegen, dass wir uns an Jesus Christus hängen und von ihm die Kraft empfangen. Wir werden leider fallen, aber er hilft uns auf, er richtet uns auf, wenn wir uns an ihn hängen.</p>
<p>2.Jesus hat nie gelogen oder andere betrogen– darum sei auch Du immer und überall ehrlich und echt.</p>
<p>Zu der Tatsache, dass Jesus nie gelogen hat brauche ich nicht viel zu sagen, sondern viel mehr steht hier die Herausforderung unter die wir hier gestellt werden.</p>
<p>Gibt es jemand hier, der in seinem Leben noch nie gelogen hat, der immer und überall ehrlich und echt war?</p>
<p>Ich glaube, wenn jetzt jemand hier die Hand gehoben hätte, hätte er oder sie spätestens jetzt gelogen.</p>
<p>Ich selber kann das von mir nicht behaupten. Wie schnell stehen wir in der Versuchung, wenigstens zu einer Notlüge oder dem Verschweigen der ganzen Wahrheit, Wir erzählen nur einen Teil, nach dem anderen hat uns ja keiner gefragt.</p>
<p>Oder da steht man vor einem Getränke-Automaten und man wirft ein Zwei Euro Stück hinein und dann kommen das Getränk und die Zwei Euro wieder heraus. Wer würde dann die Zwei Euro vielleicht zur Kasse oder zum Eigentümer bringen, wohl kaum einer. Aber umgedreht würden wir auf die Barrikaden gehen, wenn wir für die Zwei Euro nichts bekämen.</p>
<p>Fragt mal in einem Hotel nach, wie viele Handtücher oder Badetücher es verliert. Zu DDR-Zeiten gab es mal einen Witz. Ich weiß nicht mehr so genau, wie er ging. Aber irgendwo kam da die Aussage vor „Ah, sie sind also auch eine geborene Mitropa.“</p>
<p>Und ich bin der Meinung, dass auch wir Christen manchen solchen Schatz zu Hause haben.</p>
<p>Wie regen wir uns auf, und zurecht wenn Politiker nicht ehrlich sind.</p>
<p>Darum werden wir in der Nachfolge Christi zu Ehrlichkeit und Echtheit herausgefordert.</p>
<p>3.Jesus ließ sich verschmähen und beschimpfen, ohne dass er es auch wieder tat – darum sei immer und überall freundlich und zuvorkommend.</p>
<p>Au, weiha, das ist ja eine wirkliche Zumutung, die hier von uns gefordert wird. Und doch erwartet Jesus das von uns. Schon in der einen Aussage wird es deutlich, wenn er sagt: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst“ (Mt 22,39)</p>
<p>Würdet ihr euch beschmähen und beschimpfen? Wohl kaum!</p>
<p>Das Handeln Jesu wurde von der Liebe bestimmt. Er tat alles aus Liebe zu uns. Lest einmal 1. Korinter 13 und tauscht das Wort Liebe mit dem Wort Christus aus. Dann wird uns das Handeln Jesu richtig deutlich.</p>
<p>Als seine Nachfolger sind wir herausgefordert auch in dieser Liebe zu leben – und denen, die uns auf die Backe schlagen, auch die andere hinzuhalten.</p>
<p>Wo das geschieht, wird manchmal der andere von solchem Handeln überwältigt und kommt zur Umkehr.</p>
<p>Genau hier ist die Wurzel des christlichen Pazifismus. Ich erinnere an das Handeln von Martin Luther King, aber auch der spätere polnische President Lech Walesa hat mit der Gewerkschaft Solidarnosch so gehandelt.</p>
<p>Sie zeigen uns das, das Handeln und Leben aus der Liebe Christi möglich ist. Aber wir müssen trotzdem wissen, dass ein irdischer Erfolg nicht garantiert ist.</p>
<p>Und nun noch der 4. Punkt:</p>
<p>4.Jesus war nie auf Vergeltung und Rache aus, sondern er hat sogar denen vergeben, die ihn ans Kreuz gebracht haben. Darum lebe auch du in der <a href="http://www.kirchengemeinde-fraureuth.de/weblog/tag/%post_tag%">Vergebung</a>. Vergebe immer und überall.</p>
<p>Es ist etwas bezeichnendes, wenn ein Mensch aus der <a href="http://www.kirchengemeinde-fraureuth.de/weblog/tag/%post_tag%">Vergebung</a> leben kann.</p>
<p>Normalerweise sind wir nicht darauf aus aus der Vergebung zu Leben. Das jüdische Vergeltungsgesetz „Auge um Auge, Zahn um Zahn“ ist das Minimum, aber meistens ist es mehr.</p>
<p>Anwälte und Gerichte haben Hochkonjunktur, Darum muss man mittlerweile ganz schön lange auf eine Gerichtsverhandlung warten.</p>
<p>Aber auch ohne Anwalt und Gericht kann das Ganze zu einer Spirale ohne Ende werden, die immer mehr eskaliert.</p>
<p>Damit sie unterbrochen wird gibt es nur eine einzige Lösung: „Aus der Vergebung leben.“ Anderen zu vergeben – und selber auch Vergebung zu empfangen. Das ist auch immer ein Wagnis, weil wir nicht wissen wie der Andere reagiert. Er kann das auch ausnutzen. Doch es ist der richtige Anfang.</p>
<p>Auch Jesus hat aus der Vergebung gelebt. Er hat seinen Feinden vergeben, obwohl sie ihn töteten.</p>
<p>Nun aus eigener Kraft können wir das nicht, sondern wir müssen uns dabei an Jesus klammern und von ihm die Kraft empfangen.</p>
<p>Martin Luther King schreibt: Vergebung ist kein gelegentlicher Schritt. Sie ist eine Dauerhaltung.</p>
<p>Jesus als der gute Hirte will uns bei all dem vorangehen und wir, wir sollen ihm vertrauen und nachfolgen. Sind wir zu dieser großen Herausforderung, die er an uns stellt, bereit? Wagen wir es und lassen uns darauf ein? Ich kann nur Mut machen, es zu tun. Es lohnt sich.</p>
<p>Amen.</p>
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