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	<title>Kirchenspiegel &#187; Dienen</title>
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	<description>evangelisch in Fraureuth und Gottesgrün - Impressionen</description>
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		<title>Leben in der Gemeinde!</title>
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		<pubDate>Sat, 16 Jan 2010 17:17:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bachweb</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gottesdienst]]></category>
		<category><![CDATA[Barmherzigkeit]]></category>
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		<description><![CDATA[Predigt zu Römer 12,4-16 – 2.Sonntag nach Epiphanias 17.01.2010 -gehalten in den Kirchen von Fraureuth und Gottesgrün Liebe Gemeinde, ich habe euch heute ein Bild aus der Landwirtschaft mitgebracht. Es ist die Minimumtonne, mit der das sogenannte Minimumgesetz von Carl Sprengel und Justus Liebig dargestellt...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Predigt zu Römer 12,4-16 – 2.Sonntag nach Epiphanias 17.01.2010 -gehalten in den Kirchen von Fraureuth und Gottesgrün</p>
<p><a href="http://www.kirchengemeinde-fraureuth.de/weblog/tag/%post_tag%">Liebe</a> <a href="http://www.kirchengemeinde-fraureuth.de/weblog/tag/%post_tag%">Gemeind</a>e,<br />
 ich habe euch heute ein <strong>Bild aus der Landwirtschaft</strong> mitgebracht. Es ist die <strong>Minimumtonne</strong>, mit der das sogenannte Minimumgesetz von Carl Sprengel und Justus Liebig dargestellt wird.<br />
 In der Landwirtschaft besagt dieses Minimumgesetz folgendes: Dass das Wachstum von Pflanzen durch die im Verhältnis knappste Ressource (Nährstoffe, Wasser, Licht etc.) eingeschränkt wird. Das wird auch als Minimumfaktor bezeichnet. Das Minimumgesetz ist u.a. eine wichtige Grundlage bei der Düngung.<br />
 Als ich davon im Internet berichtete, dass ich mit diesem Gesetz in der Predigt einsteigen will, da meinte jemand, dass das doch ganz schön trocken sei. Ich hoffe, dass ich euch damit nicht langweile.<br />
 Warum erzähle ich euch von dem Minimumgesetz? Weil ich denke, dass <strong>das in ähnlicher Form auch bei einer christlichen <a href="http://www.kirchengemeinde-fraureuth.de/weblog/tag/%post_tag%">Gemeind</a>e vorkommt</strong>.<br />
 Ich weiß, dass es Christen gibt, die so etwas ablehnen, und der Meinung sind, dass <a href="http://www.kirchengemeinde-fraureuth.de/weblog/tag/%post_tag%">Gemeind</a>e durch Gottes Heiligen Geist baut. Aber warum soll Gottes Heiliger Geist nicht auch unsere menschlichen Gesetzmäßigkeiten nutzen, um Gemeinde zu bauen?<br />
 Sicher wird jeder Vergleich, wie im normalen Leben hinken, und manchmal wird es auch anders sein<br />
 Deswegen muss aber das noch lange nicht verkehrt sein.<br />
 Und wenn wir die Bibel aufschlagen, <strong>finden wir eine ganze Menge Gesetze und Gesetzmäßigkeiten</strong>, die Gott nutzt um Menschen zu führen, und im neuen Testament finden wir auch beim Gemeindeaufbau solche Gesetzmäßigkeiten, Anweisungen und Ermutigungen.<br />
 Eine <strong>Gesetzmäßigkeit,</strong> die häufig vorkommt ist z.B. die, dass <strong>vor einem Wachstumsschub in der Gemeinde häufig eine Krise</strong> kommt.<br />
 Auch <a href="http://www.kirchengemeinde-fraureuth.de/weblog/tag/%post_tag%">Jesus</a> hat sich <strong>den Gesetzen seiner Zeit unterworfen</strong>, soweit sie dem Willen Gottes entsprachen. Aber er hat sich auch gegen Gesetze gestellt, wenn sie unmenschlich waren.<br />
 Nun gewisse Gesetzmäßigkeiten und Anweisungen für das Leben in der christlichen Gemeinde finden wir in unserem heutigen Predigttext der Epistel vom heutigen Sonntag aus Römer 12,4-16. Ich lese sie nach der neuen Genfer Übersetzung.</p>
<p><cite>4  Es ist wie bei unserem Körper: Er besteht aus vielen Körperteilen, die einen einzigen Leib bilden und von denen doch jeder seine besondere Aufgabe hat.<br />
 5  Genauso sind wir alle – wie viele ´und wie unterschiedlich` wir auch sein mögen – durch unsere Verbindung mit Christus ein Leib, und wie die Glieder unseres Körpers sind wir einer auf den anderen angewiesen.<br />
 6  Denn die Gaben, die Gott uns in seiner Gnade geschenkt hat, sind verschieden. Wenn jemand die Gabe des prophetischen Redens hat, ist es seine Aufgabe, sie in Übereinstimmung mit dem Glauben zu gebrauchen.<br />
 7  Wenn jemand die Gabe hat, einen praktischen Dienst auszuüben, soll er diese Gabe einsetzen. Wenn jemand die Gabe des Lehrens hat, ist es seine Aufgabe, zu lehren.<br />
 8  Wenn jemand die Gabe der Seelsorge hat, soll er anderen seelsorgerlich helfen. Wer andere materiell unterstützt, soll es uneigennützig tun. Wer für andere Verantwortung trägt, soll es nicht an der nötigen Hingabe fehlen lassen. Wer sich um die kümmert, die in Not sind, soll es mit fröhlichem Herzen tun.<br />
 9  Die <a href="http://www.kirchengemeinde-fraureuth.de/weblog/tag/%post_tag%">Liebe</a> soll echt sein, nicht geheuchelt. Verabscheut das Böse, haltet euch unbeirrbar an das Gute.<br />
 10  Lasst im Umgang miteinander Herzlichkeit und geschwisterliche <a href="http://www.kirchengemeinde-fraureuth.de/weblog/tag/%post_tag%">Liebe</a> zum Ausdruck kommen. Übertrefft euch gegenseitig darin, einander Achtung zu erweisen.<br />
 11  Lasst in eurem Eifer nicht nach, sondern lasst das Feuer des Heiligen Geistes in euch immer stärker werden. Dient dem Herrn.<br />
 12  Freut euch über die <a href="http://www.kirchengemeinde-fraureuth.de/weblog/tag/%post_tag%">Hoffnung</a>, die ihr habt. Wenn Nöte kommen, haltet durch. Lasst euch durch nichts vom Gebet abbringen.<br />
 13  Helft Gläubigen, die sich in einer Notlage befinden; lasst sie mit ihrer Not nicht allein. Macht es euch zur Aufgabe, gastfreundlich zu sein.<br />
 14  Segnet die, die euch verfolgen; segnet sie, verflucht sie nicht.<br />
 15  Freut euch mit denen, die sich freuen; weint mit denen, die weinen.<br />
 16  Lasst euch im Umgang miteinander davon bestimmen, dass ihr ein gemeinsames <a href="http://www.kirchengemeinde-fraureuth.de/weblog/tag/%post_tag%">Ziel</a> habt. Seid nicht überheblich, sondern sucht die <a href="http://www.kirchengemeinde-fraureuth.de/weblog/tag/%post_tag%">Gemeinschaft</a> mit denen, die unscheinbar und unbedeutend sind. Haltet euch nicht selbst für klug.</cite></p>
<p>Über die Gaben und Aufgaben haben wir schon im vergangenen Sonntag nachgedacht. Darum wollen wir jetzt mit der Liebe einsteigen.<br />
 Erst einmal finden wir hier einen Katalog, was zu tun ist, wie die Gemeinde zusammen zu leben hat. Die neutestamentliche Theologie nennt das Tugendkatalog.<br />
 Aber wenn wir genau einmal hinschauen, <strong>entdecken wir, dass das alles Eigenschaften sind, die erst ein Leben in der Gemeinde möglich und spannend machen</strong>. Es sind gewisse „Gesetzmäßigkeiten“, wenn die in der Gemeinde gelebt werden, dann ist Gemeinde ansprechend und Menschen kommen gern zur Gemeinde und sind auch bereit Mitzutun. Es geht hier auf jeden Fall nicht um einen erhobenen Zeigefinger, sondern um ein gutes Leben in der Gemeinde<br />
 Auf dem Bild Minimumtonne finden wir 8 Kennzeichen, die beachtet werden müssen, damit Gemeinde wächst.<br />
 Zwei Kennzeichen liegen mir besonders am Herzen, dass ist die Liebe und die Evangelistische Diakonie.<br />
 Und wir finden beide in unserem Predigttext wider.<br />
 Nach dem der Apostel Paulus über Gaben und Aufgaben in der Gemeinde gesprochen hat kommt er zur Liebe.<br />
 Er sagt: Die Liebe sei ohne Falsch. Hasst das Böse, hängt dem Guten an. Die brüderliche Liebe untereinander sei herzlich. Einer komme dem andern mit Ehrerbietung zuvor.<br />
 (Über die Frage der Liebe in der Gemeinde, habe ich mit euch schon einmal in der Allianzwoche gesprochen: Ich sprach vom Liebesqoutient und Wohlfühlfaktor.<br />
 Das klingt zwar recht theoretisch. Aber sagen wir es einfach, da wo ich geliebt werde und wo ich mich wohlfühle, gehe ich gerne hin und komme auch gerne wieder.<br />
 So stellt sich für uns die konkrete Frage: Werden die Menschen, die in unsere Gemeinde kommen, geliebt und fühlen, die sich wohl?<br />
 Und um es noch konkreter zu sagen: Fühlt Ihr euch in der Gemeinde geliebt und fühlt ihr euch in unserer Gemeinde wohl, so dass ihr gern andere mitbringt<br />
 In einer Skala von 1 bis 10. Wo würdet ihr euch wiederfinden?<br />
 Gehen wir mit einem nach außen hin fröhlichen Gesicht durch unsere Gemeinde, aber im innersten des Herzen haben wir es zur Faust geballt?<br />
 Ob ihr es glaubt oder nicht, auch wenn man es nicht nach außen sieht, es hat dennoch Auswirkungen nach außen.<br />
 Darum die Frage an uns, <strong>was tun wir, damit der andere auch wirkliche Liebe erfährt</strong>? Was können wir tun um selber in der Gemeinde mehr Liebe zu erfahren?<br />
 Der zweite wichtige Aspekt aus der Minimumtonne, den wir in unserem Predigttext wiederfinden, ist die Evangelistische Diakonie. Wir würden sagen, es sind die Werke der <a href="http://www.kirchengemeinde-fraureuth.de/weblog/tag/%post_tag%">Barmherzigkeit</a>.<br />
 Ich umschreibe <a href="http://www.kirchengemeinde-fraureuth.de/weblog/tag/%post_tag%">Barmherzigkeit</a> gern mit den Worten ein Herz haben für die Armen.<br />
 Sicher denken wir heute dabei zuerst an die Opfer des Erdbebens in Haiti. Und es ist gut, wenn Menschen ihre Herzen und Geldbeutel öffnen. Auch auf die Gefahr hin, dass ihre Hilfe nicht oder nur im geringen Maß ankommt.<br />
 Nein <a href="http://www.kirchengemeinde-fraureuth.de/weblog/tag/%post_tag%">Barmherzigkeit</a> ist ein Lebensstil, den wir in unserer Gemeinde brauchen.<br />
 Was nützt es, wenn wir in unseren Gottesdiensten und Bibelstunden Gottes Wort hören, Lieder singen und beten und Lisa Müller ist einsam und krank allein zu Hause und keiner besucht sie?<br />
 Oder da ist eine Tochter, die ihre schwerstkranke Mutter aus Barmherzigkeit pflegt und nicht in ein Pflegeheim geben will. Und dann bricht sie fast selber unter der Pflege zusammen und keiner hilft ihr?<br />
 Oder eine alleinerziehende Mutter muss mit dem großen Kind zum Arzt und keiner ist da, der das kleine in der Abwesenheit auf das kleine Kind aufpasst.<br />
 Ich weiß, dass das andererseits auch oft aus falscher Eitelkeit versteckt und überspielt wird. Und es schwer zu sehen ist.<br />
 Dennoch ist es gut und wichtig mit offenen Augen durch die Gemeinde zu gehen.<br />
 Das sind zwei Beispiel von Notlagen, die in unserer Gemeinde vorkommen können und auch vorkommen.<br />
 Aber es gibt auch noch weitere. Darum sollten wir uns von dem Worten des Apostels ermutigen lassen:<br />
 Helft Gläubigen, die sich in einer Notlage befinden; lasst sie mit ihrer Not nicht allein. Macht es euch zur Aufgabe, gastfreundlich zu sein.<br />
 Ich persönlich würde sogar noch weiter gehen und sagen: Helft auch den Nichtgläubigen als Zeichen eures Glauben und das euch die Freuden Botschaft von <a href="http://www.kirchengemeinde-fraureuth.de/weblog/tag/%post_tag%">Jesus</a> Christus verändert hat. So könnt ihr ohne große Worte Zeugen von <a href="http://www.kirchengemeinde-fraureuth.de/weblog/tag/%post_tag%">Jesus</a> Christus und seiner Liebesbotschaft werden. Damit sind wir beim Thema der Allianzgebetswoche.<br />
 Aus dem Predigttext habe ich zwei wichtige Kennzeichen des Gemeindelebens herausgesucht: Liebe und Barmherzigkeit. Man mag von dem Modell der Minimumtonne halten, was man will. Es weist schon in die richtige Richtung.<br />
 Warum sollen wir das überhaupt tun? Nun der Apostel sagt dazu: „Lasst euch im Umgang miteinander davon bestimmen, dass ihr ein gemeinsames <a href="http://www.kirchengemeinde-fraureuth.de/weblog/tag/%post_tag%">Ziel</a> habt.“<br />
 Gemeinsam sind auf den <a href="http://www.kirchengemeinde-fraureuth.de/weblog/tag/%post_tag%">Weg</a> und dieser <a href="http://www.kirchengemeinde-fraureuth.de/weblog/tag/%post_tag%">Weg</a> hat ein <a href="http://www.kirchengemeinde-fraureuth.de/weblog/tag/%post_tag%">Ziel</a> – dieses Ziel hat einen Namen: Jesus Christus. Gemeinsam sind wir unterwegs mit Jesus Christus zu ihm hin – hin in seine Ewigkeit.<br />
 Ich wünsche uns, dass wir ausganzen Herzen sagen können, was wir gleich im Predigtlied singen werden:<br />
 O wie lieb ich, Herr, die Deinen, die dich suchen, die dich meinen; o wie köstlich sind sie mir!<br />
 Du weißt, wie mich&#8217;s oft erquicket, wenn ich Seelen hab erblicket, die sich ganz ergeben dir.<br />
 Amen</p>
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		<title>Lieben Sie Ihre Kirche?</title>
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		<pubDate>Sat, 09 Jan 2010 19:42:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bachweb</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Predigt zu Römer 12,1-8 &#8211; 1.Sonntag nach Epiphanias 10.01.2010 -gehalten in den Kirchen von Fraureuth und Gottesgrün &#8220;Lieben Sie Ihre Kirche?&#8221; Was ist dass denn für eine komische Frage?, wird jetzt mancher von Euch denken. Die meisten werden es mit der Kirche so halten, wie...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Predigt zu Römer 12,1-8 &#8211; 1.Sonntag nach Epiphanias 10.01.2010 -gehalten in den <a href="http://www.kirchengemeinde-fraureuth.de/weblog/tag/%post_tag%">Kirche</a>n von Fraureuth und Gottesgrün</strong></p>
<p>&#8220;Lieben Sie Ihre <a href="http://www.kirchengemeinde-fraureuth.de/weblog/tag/%post_tag%">Kirche</a>?&#8221; <br />
 Was ist dass denn für eine komische Frage?, wird jetzt mancher von Euch denken. Die meisten werden es mit der <a href="http://www.kirchengemeinde-fraureuth.de/weblog/tag/%post_tag%">Kirche</a> so halten, wie Gustav Heinemann mit Deutschland. Als man ihn fragte: „Lieben Sie Deutschland?“, hat er geantwortet, er liebe seine Frau. Also zu Deutschland hatte er keine intensive Beziehung und das als Bundespräsident.<span id="more-659"></span></p>
<p>So ähnlich verhalten wir uns meistens als evangelische Christen zu unserer Kirche, zu unserer <a href="http://www.kirchengemeinde-fraureuth.de/weblog/tag/%post_tag%">Gemeind</a>e. Und wir sind noch stolz darauf. <br />
 Ja, immer wieder begegnen mir Christen, die sagen: Ich liebe Jesus und habe eine persönlich Beziehung zu ihm, aber Kirche und <a href="http://www.kirchengemeinde-fraureuth.de/weblog/tag/%post_tag%">Gemeind</a>e, das brauchen wir nicht.</p>
<p>Ich stelle jetzt einmal die Frage: Was tun wir, wenn wir Menschen zum Glauben an Jesus Christus einladen, laden wir sie auch in die Kirche ein? Oder ist das uns peinlich? Sagen wir, es ist uns wichtig, dass Menschen mit dem Evangelium in Berührung kommen, aber sie einladen sich dann taufen zu lassen, Glied der <a href="http://www.kirchengemeinde-fraureuth.de/weblog/tag/%post_tag%">Gemeind</a>e zu werden und sich dann zu unseren Gottesdiensten und Gemeindeveranstaltungen zu halten, das kommt uns nur schwer von den Lippen.</p>
<p>Dabei entspricht genau das dem biblischen Bild von einem <a href="http://www.kirchengemeinde-fraureuth.de/weblog/tag/%post_tag%">Christen</a>. So werden wir zum Beispiel im Hebräerbrief ermutigt:<br />
 <cite>23 Lasst uns festhalten an dem Bekenntnis der <a href="http://www.kirchengemeinde-fraureuth.de/weblog/tag/%post_tag%">Hoffnung</a> und nicht wanken; denn er ist treu, der sie verheißen hat;<br />
 24 und lasst uns aufeinander Acht haben und uns anreizen zur Liebe und zu guten Werken<br />
 25 und nicht verlassen unsre Versammlungen, wie einige zu tun pflegen, sondern einander ermahnen, und das umso mehr, als ihr seht, dass sich der Tag naht.<br />
 Hebräer 10:23-25</cite></p>
<p>Es gehört beides zusammen Gottes Wort und Gottes Volk. Das sagt auch Martin Luther: „Gottes Wort kann nicht ohne Gottes Volk sein.“ Es ist ein Kernsatz der Reformation.</p>
<p>Natürlich stellt sich jetzt die nächste Frage: Wie attraktiv, wie ansprechend ist denn die Kirche, ist die Gemeinde? Wie attraktiv wie ansprechend ist die Gemeinde, die Kirche in Fraureuth (in Gottesgrün)? Um gleich auch konkret zu werden.<br />
 Eine Antwort auf die Frage werde ich nicht geben. Das kann jeder selber einschätzen. Und jeder wird sicher einen anderen Standpunkt haben.</p>
<p>Was man tun kann, das Kirche, das Gemeinde attraktiv und ansprechend ist, darauf gibt uns der Predigttext eine Antwort. Es ist die Epistel aus Römer 12,1-8. Wir hören sie noch einmal nach der Neuen Genfer Übersetzung:</p>
<p>Römer 12,1-8</p>
<blockquote><p>1 Ich habe euch vor Augen geführt, Geschwister, wie groß Gottes Erbarmen ist. Die einzige angemessene Antwort darauf ist die, dass ihr euch mit eurem ganzen Leben Gott zur Verfügung stellt und euch ihm als ein lebendiges und heiliges Opfer darbringt, an dem er Freude hat. Das ist der wahre Gottesdienst, und dazu fordere ich euch auf.</p>
<p>2  Richtet euch nicht länger nach ´den Maßstäben` dieser Welt, sondern lernt, in einer neuen Weise zu denken, damit ihr verändert werdet und beurteilen könnt, ob etwas Gottes Wille ist – ob es gut ist, ob Gott Freude daran hat und ob es vollkommen ist</p>
<p>3  Ich rufe daher aufgrund der Vollmacht, die Gott mir in seiner Gnade gegeben hat, jeden Einzelnen von euch zu nüchterner Selbsteinschätzung auf. Keiner soll mehr von sich halten, als angemessen ist. Maßstab für die richtige Selbsteinschätzung ist der Glaube, den Gott jedem in einem bestimmten Maß zugeteilt hat.</p>
<p>4  Es ist wie bei unserem Körper: Er besteht aus vielen Körperteilen, die einen einzigen <a href="http://www.kirchengemeinde-fraureuth.de/weblog/tag/%post_tag%">Leib</a> bilden und von denen doch jeder seine besondere Aufgabe hat.</p>
<p>5  Genauso sind wir alle – wie viele ´und wie unterschiedlich` wir auch sein mögen – durch unsere Verbindung mit Christus ein <a href="http://www.kirchengemeinde-fraureuth.de/weblog/tag/%post_tag%">Leib</a>, und wie die Glieder unseres Körpers sind wir einer auf den anderen angewiesen.</p>
<p>6  Denn die <a href="http://www.kirchengemeinde-fraureuth.de/weblog/tag/%post_tag%">Gaben</a>, die Gott uns in seiner Gnade geschenkt hat, sind verschieden. Wenn jemand die Gabe des prophetischen Redens hat, ist es seine Aufgabe, sie in Übereinstimmung mit dem Glauben zu gebrauchen.</p>
<p>7  Wenn jemand die Gabe hat, einen praktischen Dienst auszuüben, soll er diese Gabe einsetzen. Wenn jemand die Gabe des Lehrens hat, ist es seine Aufgabe, zu lehren.</p>
<p>8  Wenn jemand die Gabe der Seelsorge hat, soll er anderen seelsorgerlich helfen. Wer andere materiell unterstützt, soll es uneigennützig tun. Wer für andere Verantwortung trägt, soll es nicht an der nötigen Hingabe fehlen lassen. Wer sich um die kümmert, die in Not sind, soll es mit fröhlichem Herzen tun.</p>
</blockquote>
<p>Liebe Gemeinde,</p>
<p>dass wir Menschen soziale Netze brauchen, zeigt uns gerade heute das Internet. Dort boomen zur Zeit die sozialen <a href="http://www.kirchengemeinde-fraureuth.de/weblog/tag/%post_tag%">Netzwerk</a>e, allen voran sind es Twitter und Facebook, bei Unternehmern und Businessleuten ist es XING, bei Studenten ist es StudiVZ, bei Schülern ist es SchuelerVZ.</p>
<p>Ja und wer will, der kann ohne große Probleme sein eigens soziales <a href="http://www.kirchengemeinde-fraureuth.de/weblog/tag/%post_tag%">Netzwerk</a> einrichten.</p>
<p>Es ist komisch, je unpersönlicher die reale Welt wird, umso mehr entwickeln sich solche soziale Netze, wobei sie auch Vorteile haben – zB. die schnelle Kommunikation und das gleich mit mehreren Leuten.</p>
<p>Bei Facebook z.B. bin ich mit mindestens 15 Leuten befreundet, die etwas mit der Fraureuther Kirchengemeinde zu tun haben.</p>
<p>Und ich werde der letzte sein, der gegen solche Vernetzung ist, sondern das Gegenteil ist der Fall. Ich werde das fördern, wo ich es kann, denn so erreichen wir den modernen Menschen – gerade auch mit dem Evangelium.</p>
<p>Doch genau diese sozialen virtuellen Netze stellen uns als <a href="http://www.kirchengemeinde-fraureuth.de/weblog/tag/%post_tag%">Christen</a>, als Kirche und als christliche Gemeinde in Frage, nicht in unserer Existenz, sondern in unserer Handlungsweise. Versäumen wir es in der realen Welt uns zu vernetzen, Verbindungen aufzubauen. Was tun wir, dass andere unsere Gemeinde als lebendige und persönliche <a href="http://www.kirchengemeinde-fraureuth.de/weblog/tag/%post_tag%">Gemeinschaft</a> erfahren, wo sie gehalten und getragen werden? Kirche geschieht nicht an sich und von alleine, sondern sie braucht den aktiven Beitrag des Einzelnen. Sie braucht deinen Beitrag und meinen Beitrag.</p>
<p>Genau das macht der Apostel Paulus hier in dem Brief an die Römer deutlich. Er macht uns deutlich wie wir die soziale <a href="http://www.kirchengemeinde-fraureuth.de/weblog/tag/%post_tag%">Gemeinschaft</a> in unserer Gemeinde wieder zurückgewinnen können. Es wird aber gleich deutlich, dass das nicht über den Pfarrer, den Kantor und einzelne Mitarbeiter allein geht, sondern dass das den Beitrag aller erfordert.</p>
<p>Als erstes lesen wir bei Paulus etwas über die Existensberechtigung der Kirche:</p>
<p><cite>„Ich habe euch vor Augen geführt, Geschwister, wie groß Gottes Erbarmen ist. Die einzige angemessene Antwort darauf ist die, dass ihr euch mit eurem ganzen Leben Gott zur Verfügung stellt und euch ihm als ein lebendiges und heiliges Opfer darbringt, an dem er Freude hat. Das ist der wahre Gottesdienst, und dazu fordere ich euch auf.“</cite></p>
<p>Kirche – Gemeinde hat seine Existenzberechtigung aus dem Erbarmen Gottes heraus. Es ist Gottes Erbarmen, dass wir heute hier versammelt sind. Das wollen wir uns immer wieder bewusst machen.</p>
<p>Es ist Gottes Erbarmen, dass wir <a href="http://www.kirchengemeinde-fraureuth.de/weblog/tag/%post_tag%">Christen</a> sind und an ihn glauben. Darum ermutigt uns der Apostel Paulus, dass wir uns und unser ganzes Leben Gott ganzheitlich zur Verfügung stellen.</p>
<p>Damit macht er uns deutlich, dass Gottesdienst eben nicht nur am Sonntag morgen die eine Stunde ist und vielleicht noch ein paar Gemeindeveranstaltungen dazu, sondern das Gottesdienst das ganze Leben ausmacht.</p>
<p>Und Gottesdienst heißt auch unser Leben nicht nach den Maßstäben der Welt zu richten in der wir Leben, und dennoch in dieser Welt zu leben – und den Kontakt zu unseren Mitmenschen zu pflegen. Das ist ein ganz schöner Spagat, der da von uns als Christen abverlangt wird.</p>
<p>Ich muss ehrlich sagen, dass ich nicht weiß, ob man das alleine durchsteht, oder ob da nicht die <a href="http://www.kirchengemeinde-fraureuth.de/weblog/tag/%post_tag%">Gemeinschaft</a> mit den anderen gerade deswegen notwendig ist.</p>
<p>Ich jedenfalls, wenn ich auf solche Situationen in meinem Leben zurückblicke, die ich in ganz besonderer Weise als Jugendlicher hatte, bin dankbar für die anderen.</p>
<p>Ich denke, das kann mancher von euch von den schweren Situationen in seinem Leben bezeugen.</p>
<p>Darum ist das Bild vom <a href="http://www.kirchengemeinde-fraureuth.de/weblog/tag/%post_tag%">Leib</a> Christi durch den gemeinsamen Glauben an Jesus Christus das Bild, was  uns als Kirche und Gemeinde ausmacht.</p>
<p>Wenn wir den menschlichen Körper betrachten, dann sehen wir, dass er verschiedene Organe und Gliedmaßen hat. Jedes Organ hat seine bestimmt Aufgabe und Funktion. Werden sie in ihrer Funktionsweise behindert, dann hat das aber auch Einfluss auf die Funktion der anderen Organe.</p>
<p>Und genauso ist es auch bei der Kirche, bei der Gemeinde.</p>
<p>Die Gemeinde als Leib Christi und jeder von uns hat in ihr seine Aufgabe und seine <a href="http://www.kirchengemeinde-fraureuth.de/weblog/tag/%post_tag%">Gaben</a>. Und jeder ist mit seiner Aufgabe erforderlich und jeder soll seine <a href="http://www.kirchengemeinde-fraureuth.de/weblog/tag/%post_tag%">Gaben</a> einbringen.</p>
<p>Und nur so kann Kirche und Gemeinde wachsen, nur so kann Kirche in unsere Welt.</p>
<p>Das heißt, dass wir aus der Einzelkämpfermentalität, die leider vorherrscht, heraus müssen. Wir werden ermutig, einander zu dienen, nicht nur zwei oder drei den anderen, sondern jeder jedem, mit den Gaben die Gott gegeben hat. Das hat zur Folge, dass Kirche als soziales <a href="http://www.kirchengemeinde-fraureuth.de/weblog/tag/%post_tag%">Netzwerk</a>, als Gemeinschaft wieder attraktiv ist.</p>
<p>Die Kirche befindet sich in der Krise, aber das ist kein Grund zum Heulen, sondern Grund zur Veränderung, zum Neuanfang. Und wir dürfen dabei sein.</p>
<blockquote><p>Und das wichtigste ist, wir müssen das nicht aus eigener Kraft tun, sondern Gottes Geist wirkt in uns und gibt uns die Kraft dazu. Uns gilt die Verheißung des Wochenspruches:<br />
 Die der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder. (Röm 8, 14)</p>
</blockquote>
<p>Darum lasst es uns immer wieder neu wagen.</p>
<p>Jetzt stelle ich noch einmal die Frage:</p>
<p>Lieben Sie Ihre Kirche?</p>
<p>Ich weiß nicht, was eure Antwort ist.</p>
<p>Meine Antwort heißt: Ja ich liebe meine Kirche und werde alles dafür tun, dass Menschen sich in ihr wohlfühlen und so zum Glauben an Jesus Christus finden.</p>
<p>Dass die Kirche nicht perfekt ist, das sagt uns schon  Martin Luther:</p>
<blockquote><p>„Die Weltweisen werden von der äußeren Gestalt der Kirche geärgert, die Ärgernissen und Sekten unterworfen ist. Denn sie meinen, die<cite> Kirche sei rein, heilig, ohne allen Tadel, Gottes Taube usw. Das ist wahr, vor Gott hat die Kirche ein solches Ansehen, aber vor der Welt ist sie gleich ihrem Bräu</cite>tigam Christus: zerhackt, zerkratzt, verspeit, gekreuzigt, verlacht.“</p>
</blockquote>
<p>Und dennoch sie ist Gottes Wille und Werk und wir dürfen an ihr Anteil haben.</p>
<p>Wisst ihr warum Blaukreuz-Gruppen und Anonyme Alkoholiker erfolgreich sind und wirklich etwas bewirken, weil die Leute wissen, dass jeder der dabei ist, irgendwie Probleme mit Alkohol oder anderen Drogen hat und der Hilfe Gottes und des anderen benötigt, um nüchtern zu werden und zu bleiben.</p>
<p>Nicht anders ist es in der Kirche. Hier gilt das gleiche Prinzip. Als von Gott geheiligte Sünder einander beistehen und dienen.</p>
<p>Lasst uns das fröhlich und aus ganzem Herzen tun. Amen</p>
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