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Gedanken



KreuzMonatsspruch April 2014:
Eure Traurigkeit soll in Freude verwandelt werden (Joh 16,20)

Jesus ist mit seinen Jüngern unterwegs nach Jerusalem. Das letzte Abendmahl ist vorbei. Jesus hat den Jüngern gezeigt, wie man miteinander umgehen soll. Und Judas hat die Gemeinschaft der Jünger verlassen. Irgendwie breitet sich nach der Ankündigung seines Leidensweges und seines Sterbens eine traurige Stimmung aus. Man weiß nun, dass Schweres und Unabwendbares bevorsteht. Jesus geht jetzt seinen Weg ans Kreuz. Und jeder weiß, daran kann man nichts mehr ändern. Der Weg muss gegangen werden.

Vielleicht kann das zur Zeit der ehemalige Präsident des FC Bayern am Besten nachvollziehen, wenn er jetzt auf seinen Strafbefehl ins Gefängnis wartet. Auch er weiß, dass er seinen Weg gehen muss.

Für Jesus selber kommt noch das Ringen im Garten Gethsemane, wo er sein endgültiges Ja zu diesem Weg ans Kreuz findet.

Das alles empfinden die Freunde und Mitstreiter von Jesus erst einmal als eine Niederlage. Hatten sie doch eigentlich etwas ganz anderes erwartet? Hatten sie nicht erwartet, dass Jesus als Messias kommt? Hatten sie nicht erwartet, dass Jesus als König in Jerusalem einzieht? Hatten sie nicht erwartet, dass er die Macht der Römer beseitigt?

Und jetzt ist alles so ganz anders? Das ist doch paradox - ja widersprüchlich. Aber genau in dieser Wiedersprüchlichkeit geschieht die Verwandlung, geschieht der Wandel von Traurigkeit zur Freude.

Genau das ist ja das Geschehen was zwischen Karfreitag und in der nachösterlichen Zeit geschieht.

  • Karfreitag - der absolute Tiefpunkt der Traurigkeit - als Jesus am Kreuz stirbt.
  • Ostern - das langsame Wachsen von Hoffnung und Freude bis hin zur vollkommenden Osterfreude: "Der Herr ist auferstanden!"

Diesen Weg der Verwandlung dürfen auch wir gehen. Wir dürfen es im Glauben für uns ganz persönlich bewusst annehmen, dass Jesus für uns den Weg des Leidens gegegangen ist und für uns am Kreuz gestorben ist und dass durch ihn alle unsere Traurigkeit, auch unsere Lebenstraurigkeit, durch die Hoffnung auf seine Auferstehung in Freude verwandelt wird. Sie wird verwandelt in die Freude des Glaubens.

Das hilft uns dann die Wege des Schweren und des Unabwendbaren zu gehen. Wenn wir das im Glauben an Jesus Christus tun, spüren wir, dass wir dabei getragen und gehalten werden.